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Krieg und Frieden

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Luftschlacht

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Wir Babyboomer hatten in Deutschland das Glück, daß wir bisher vom Krieg verschont blieben. Sogar die deutsche Wiedervereinigung verlief friedlich - aber wurde damals bereits die Zündschnur für den heutigen Ukraine Krieg gelegt?

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Der MDR schreibt dazu: "Am 12. September 1990 unterzeichneten die Bundesrepublik, die DDR und die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs in Moskau den "Zwei-Plus-Vier-Vertrag". Ob der Kreml bei den Vertragsverhandlungen über den Tisch gezogen wurde, darüber tobt bis heute ein erbitterter Streit. Was Wladimir Putin und seinen Außenminister Sergej Lawrow anbelangt, ist die Sache klar: Für sie symbolisiert jener 12. September 1990, das Datum der Unterzeichnung des Vertrags, den "Verrat des Westens". Ein gebrochenes Versprechen. Denn damals, so ihre Lesart, hätten sich die West-Allierten die russische Zustimmung zum Projekt Deutsche Einheit quasi erschlichen. Mit einer mündlichen Zusicherung: Die Nato werde ohne Zustimmung des Kreml um keinen Zoll in den Osten vordringen. Wladimir Polenow war 1990 Teilnehmer bei den Verhandlungen und sagt heute: "Es war ein Fehler, dass man diese Zusicherungen gegenüber der Sowjetunion, dass die Nato im Osten nicht erweitert wird, nicht schriftlich festgehalten hat. Das war ein sehr großer Fehler. Jetzt müssen wir die Suppe auslöffeln und mit den Folgen dieses Fehlers leben.""

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Aus diesem fatalen Fehler hat sich der nächste fatale Fehler entwickelt.

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Der ehemalige Heereschef Vladimir Chirkin gibt in einem Interview mit dem russischen Nachrichtensender RBC zu, daß man die Situation in der Ukraine sowie die gesamte Militäraktion komplett falsch eingeschätzt hat. Innerhalb der Armeeführung sei man tatsächlich davon ausgegangen, dass man die Ukraine innerhalb weniger Tage einnehmen könne.

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Eine weitere Motivation für den militärischen Einmarsch in die Ukraine könnte auch die wirtschaftliche Situation Russlands sein. Technologisch ist Russland nicht wettbewerbsfähig. Energieträger wie Erdöl und Gas werden in einer zukünftigen E-Welt immer weniger gefragt sein. Somit bleiben Russland - als flächenmäßig größtes Land der Erde - nur noch der Abbau von Rohstoffen und der Anbau von Agrarprodukten.

 

Nach Angaben des Ukrainian Geologic Survey verfügt die Ukraine über Bodenschätze im Wert von fast 15 Billionen US-Dollar, was 5 % des gesamten Bodenschatzes der Welt entspricht. Damit ist die Ukraine eines der rohstoffreichsten Länder Europas und verfügt über die größten Lithium-, Titan- und Uranreserven des Kontinents.

 

Außerdem verfügt die Ukraine über riesige Flächen von Schwarzerde-Böden, die zu den besten Ackerböden der Welt gehören. Sie sind locker, schön krümelig, humusreich, kalkhaltig, oft sehr tiefgründig. Diese extrem fruchtbaren Böden ermöglichen die hohe Getreideernten und machen die Ukraine zur Kornkammer Europas.

 

Nun gehen 3 Jahrzehnte zu Ende, in denen weniger Geld für Militär und mehr Geld für andere Zwecke verwendet werden konnten. Es war eine gute, friedliche Zeit in Europa. Warum geben wir das so leichtfertig auf?

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Glauben wir wirklich, daß Putin die NATO angreift -  nachdem militärischen Fiasko, daß die russische Armee gerade in einem verlustreichen Stellungskrieg in der Ukraine erlebt?

 

Ein weiterer Blick auf die jeweiligen Militärausgaben der Länder lässt daran doch erhebliche Zweifel aufkommen. Die hier aufgeführten europäischen Staaten geben mehr als doppelt so viel für das Militär aus als Russland. Die USA alleine geben mehr als 6 mal so viel für das Militär aus als Russland.

 

​Warum also die drastischen Erhöhungen der Militärausgaben wirklich? Ist das Zufall, daß es gerade in den Amtszeiten von dem Money-First-Präsidenten und dem Money-First-Bundeskanzler fällt?

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Auf Telepolis.de hat Lars Lange einen hochaktuellen Beitrag mit der Überschrift "Ukraine-Krieg: Wie totale Schlachtfeld-Transparenz die Militärdoktrin verändert" veröffentlicht. Es folgt eine zusammengefasste  Einschätzung des Autors - ergänzt um einige Anmerkungen:

 

Der Ukraine-Krieg liefert seit 2022 ein Laboratorium für die Wirklichkeit moderner Gefechtsführung. Die totale Transparenz auf dem Gefechtsfeld in Kombination mit hochpräziser Feuerkraft macht jede Bewegung zu einem extremen Risiko. Je größer das bewegte Objekt ist, desto höher ist das Risiko. Bei ungefähr gleich starken Gegnern, ist das das Ende des Angriffskrieges.

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Während Russland, China oder der Iran ihre Doktrinen und Produktionslinien radikal anpassen, hält der Westen an Konzepten fest, deren Voraussetzungen – Überraschung, Masse, Bewegung, relative Unsichtbarkeit – sich sehr stark verändert haben und in der alten Form schlicht nicht mehr existieren. Enorme Mittel fließen so in Technologien und Doktrinen, deren operative Halbwertszeit bereits abläuft.

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Anmerkung: Putin ist sich der stark limitierten Offensivkraft seiner Armee sicherlich bewusst. Und trotzdem wird im Westen permanent die Angst vor Putin und einem russischen Angriff auf Europa geschürt. Stattdessen sollte lieber das Ende des Angriffskrieges - zumindest auf große und technisch gut ausgestattete Länder - von der Menschheit gefeiert werden. Ein Land kann von tödlicher Feuerkraft zwar getroffen werden - aber nur unter extrem hohen Verlusten erobert werden. Danach wäre der Angreifer selbst so geschwächt, daß er schutzlos potentiellen Angreifern gegenüber stehen würde.

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