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Deutschland

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Biergarten

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Deutschlands Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Er erwirtschaftet einen großen Teil der Wirtschaftsleistung und ist eng verbunden mit der deutschen Mittelschicht - dem Rückgrat der deutschen Gesellschaft. Gemeinsam haben sie Deutschlands Wirtschaft in den letzten 3 Jahrzehnten recht erfolgreich in neue Märkte geführt - und wir Babyboomer waren auf vielen Führungspositionen aktiv dabei.

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Hier ist die Liste der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland nach Umsatz im Jahr 2022:

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  1. Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen - 509 Milliarden Euro

  2. Maschinenbau - 269,26 Milliarden Euro

  3. Chemisch-pharmazeutische Industrie - 261,18 Milliarden Euro

  4. Elektrotechnik - 220,79 Milliarden Euro

  5. Ernährungsgewerbe - 218,57 Milliarden Euro

  6. Metallerzeugung und -bearbeitung - 146,53 Milliarden Euro

  7. Bauhauptgewerbe - 110,01 Milliarden Euro

  8. Kunststoffindustrie - 77,11 Milliarden Euro

  9. Papierindustrie - 50,98 Milliarden Euro

  10. Textilgewerbe - 12,79 Milliarden Euro

 

Quelle: Statistisches Bundesamt; VCI

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Die 3 größten Industriebranchen machen mehr Umsatz als der ganze Rest. Der Automobilbau hat in den vergangenen Jahren sehr stark von Exporten nach China und in die USA profitiert - genauso wie der Maschinenbau.

 

China baut nun selbst Autos und Maschinen - und entwickelt sich schnell zu einem bedeutenden Wettbewerber deutscher Unternehmen - nicht nur in China. Dabei haben die chinesischen Wettbewerber sehr gewichtige Wettbewerbsvorteile auf ihrer Seite, wie weltweit größter Heimatmarkt bei gleichzeitig relativ geringen Lohnkosten und hoher Umsetzungsgeschwindigkeit sowie massiver politischer Expansionsunterstützung. Da wird es für deutsche Unternehmen keinen Weg zurück in die "goldene Zeit" geben.

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Deutschland kämpft mit gravierenden strukturellen Veränderungen. Es bezieht keine billige Energie mehr aus Rußland. Es kann seine Autos und Maschinen immer weniger nach China verkaufen. Die USA sind kein verlässlicher Handels- und Militärpartner mehr. Handelsbeschränkungen wie Zölle lassen das US-Geschäft einbrechen. Trump und Putin zwingen Deutschland zu deutlich höheren Ausgaben für die Landesverteidigung.

 

Zehntausende von Industriearbeitsplätzen sind in kürzester Zeit in Deutschland verlorengegangen. Hinzu kommt, daß riesige Investitionen eines deutschen Chemiegiganten nicht mehr in Deutschland stattfinden, sondern in China. Dessen Heimatort Ludwigshafen verkommt zu einem sozialen Brennpunkt mit heruntergekommener Innenstadt und verfallener Infrastruktur. Kein Ort an dem man unbedingt leben möchte. Genauso wie Duisburg und ....

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Der aktuelle Nobelpreisträger für Wirtschaft John Hassler beschreibt die Situation in Deutschland mit folgenden Worten: "Wachstum brauche kreative Zerstörung. Deutschland blockiert diese. Wir halten fest, was vergeht, und verhindern was entstehen könnte. Führt das zu Problemen, klammern wir uns noch stärker an Bestehendes und blockieren Neues noch intensiver."

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"Was können wir noch von Euch Deutschen lernen?" ist der entscheidende Satz eines chinesischen Managers, der die Situation der deutschen Wirtschaft aktuell beschreibt.

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"Salam aleikum" schmetterten unbekannte Jugendliche auf einem E-Roller deutschen Fußgängern im beschaulichen Rottweil entgegen. Eine Szene, die die neue deutsche Gesellschaft beschreibt.

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Das Selbstbewusstsein anderer Nationen und Kulturen gegenüber Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen - mit unserer Unterstützung.

 

Wir haben unser Produktions-Know-how und unsere Produktionsanlagen zusammen mit den Produktionsaufträgen in fremde Länder verschenkt und wir haben fremde Kulturen unkontrolliert in unser Land geholt. Beides kann man nicht mehr rückgängig machen. Auch daran waren wir Babyboomer maßgeblich beteiligt.

 

Was können wir der nächsten Generation mit auf den Weg geben, damit sie ein zukünftiges Deutschland schaffen, von dem andere Nationen wieder lernen können und dem andere Kulturen wieder respektvoll begegnen?

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Mensch, Natur und Technologie harmonischer miteinander zu vereinen

 

ist nun wirklich kein neuer Gedanke - aber ein Gedanke, der noch eine viel intensivere Umsetzung vertragen könnte.​​

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Deutschland war seit Beginn der Industriealisierung ein Motor des technischen Fortschritts. Der technische Fortschritt war eine globale Utopie, die von der großen Mehrheit der Menschen getragen wurde. Das war die Basis für unseren Wohlstand.

 

Die Motorfunktion des technischen Fortschritts übernehmen zunehmend andere Länder. Die Basis für unseren Wohlstand bricht weg. Immer mehr Menschen sehen die Zukunft eher schwarz in Deutschland.

 

Mit Hilfe des technischen Fortschritts, die Welt zu retten, statt sie zu zerstören, könnte der Utopie des technischen Fortschritts nochmals einen neuen Sinn und somit einen neuen Schub geben. Deutschland könnte dafür wieder die Motorfunktion übernehmen und somit seinen Wohlstand langfristig sichern.

 

So oder so ähnlich war die Grundidee der Ampelregierung. Eine Herkulesaufgabe mit sehr vielen Herausforderungen und Veränderungen, die in unserer Gesellschaft so leider keine Mehrheit fand. Das wirft die Frage auf:

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Ist Deutschland überhaupt noch in der Lage, solch einen langfristigen Plan zu erstellen und umzusetzen?

 

Zum Zustand unserer Gesellschaft spricht Richard David Precht mit dem Soziologen Andreas Reckwitz.

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In dieser Situation übernimmt nun ein Lobbyist des Kapitals die politische Führung. Zum Kanzler gewählt, von den Überresten der einst so stolzen deutschen Arbeiterpartei.

 

Round about 2 Billionen Euro hat diese Regierung, innerhalb der laufenden Legislaturperiode zu verteilen. Das ist viel Spielgeld für einen Lobbyisten des Kapitals.

 

Es gibt nur eine hauchdünne Mehrheit von 12 Stimmen für diese Regierung im 21. Deutschen Bundestag. Da beschränkt man sich doch "auf das Machbare" - auf das sich Kapital und Arbeit gemeinsam einigen können. Da werden schnell aus groß angekündigten Reformen kleine Reförmchen und sogar die Stimmen nach harmlosen Bürokratieabbau werden wieder deutlich leiser.

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Diese Regierung hat keinen überzeugenden Plan / Koalitionsvertrag / Bundeshaushalt für ein Deutschland von dem andere Nationen wieder lernen können und dem andere Kulturen wieder respektvoll begegnen.

 

Zukunftsplan, Vision oder sogar Utopie?

Absolute Fehlanzeige! Das war aber auch nie das Ziel dieser Regierung. Da befindet man sich in langjähriger CDU-Tradition von Helmut Kohl und Angela Merkel.

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Es geht um`s Bewahren - nicht um`s Verändern. Das zeigt eindeutig der Bundeshaushalt 2026. Von den 520 Milliarden Euro, werden 174 Milliarden über Kredite und Sondervermögen finanziert.

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  82 Mrd fließen in die Verteidigung

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197 Mrd in Arbeit und Soziales, davon

128 Mrd in die Rentenversicherung und

  41 Mrd in`s Bürgergeld.

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  20 Mrd in die Gesundheit

 

  46 Mrd in die allgemeine Finanzverwaltung

  34 Mrd in die Bundesschuld / Zinsen

  10 Mrd in das Finanzministerium

    5 Mrd in`s Bundeskanzleramt

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  28 Mrd in den Verkehr

    8 Mrd in Wirtschaft und Energie

    8 Mrd in`s Bauen und Wohnen

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  21 Mrd in Forschung, Technologie und Raumfahrt

  15 Mrd in Bildung, Familie, Senioren, Frauen, Jugend

    3 Mrd in Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz

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Bereits jetzt werden 25 % des Bundeshaushaltes zur Finanzierung der Renten verwendet – Tendenz stark steigend. Geld, daß nicht für dringende Zukunftsinvestitionen, Infrastruktursanierungen, Landesverteidigung oder Krisenbewältigungen zur Verfügung steht.

 

Statt dessen müssen dafür Kredite aufgenommen werden, die die Ausgaben für Bundesschuld / Zinsen in den nächsten Jahren ebenfalls stark steigen lassen.

 

Das Geld wird überwiegend für Militär, Alte, Arme, Kranke und Schulden ausgegeben. Wirtschaft, Bauen, Forschung, Bildung und Umwelt erhalten zusammen gerade mal 10 % des Bundeshaushaltes 2026. Wie soll da Optimismus für die Zukunft aufkommen?

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Es ist ein Bundeshaushalt des wirtschaftlichen Abstiegs. Der ist weder in Deutschland noch in Europa aufzuhalten. Keiner will es so deutlich sagen - und auch nicht hören. Das war beim britischen EMPIRE und bei der französischen GRAND NATION so - und nun wird es auch bei der deutschen WIRTSCHAFTSMACHT wohl so sein.

 

Die Folge ist eine stetig steigende Zahl an Verarmten, Vereinsamten, Verzweifelten sowie Arbeitslosen, Obdachlosen und Hilflosen. Das kann man als wirtschaftliches Naturgesetz so hinnehmen - oder man gestaltet diesen wirtschaftlichen Abstieg einer Nation mit genau der selben Leidenschaft, Kreativität und Ingenieurskunst wie den wirtschaftlichen Aufstieg.

 

Letzteres wäre auf jeden Fall der intelligentere Weg. Ein Abstieg in Würde nach dem Motto "weniger ist mehr". Weniger Arbeit und weniger Geld - dafür aber mehr Zeit und mehr Freunde. Warum versuchen wir nicht, aus dem reichen Deutschland ein glückliches Deutschland zu machen?

 

Was mache ICH als Babyboomer dafür? Einer, der vollumfänglich Teil des Problems ist. Und der seit dem 1.9.2025 auch Teil des riesigen Rentenproblems ist.

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Ich verfolge den oben aufgezeigten Weg in meinem Rentnerleben. Dabei greife ich auf die Vorgehensweise meines bisherigen Berufslebens zurück: Vordenken und vormachen - allerdings mit mehr persönlichen Freiheiten als bisher.

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Die neuen, erweiterten staatlichen Aufgaben überfordern die bisherigen staatlichen finanziellen Möglichkeiten bei weitem. Eine schwächelnde Wirtschaft und eine verfehlte Steuerpolitik verstärken das Problem.

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Seit dem starken Preisanstieg der Lebenshaltungskosten ist eine Ausgabentransformation von den NICE-2-HAVES (Konsum, Reisen) zu den MUST-HAVES (Wohnen, Ernährung, Bildung, Gesundheit, Pflege) bereits voll im Gange.

 

Insbesondere für Rentner wird die finanzielle Situation immer prekärer. Die unversteuerte durchschnittliche Rente nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung betrug 2023 für Männer 1298 Euro und für Frauen 902 Euro.

 

Das Statistische Bundesamt hat die Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte nach der Haushaltsgröße für das Jahr 2022 ermittelt. Für einen 1-Personen-Haushalt beliefen sich die Ausgaben auf 1833 Euro. Der mit Abstand größte Kostenfaktor waren Wohnen und Energie mit 752 Euro (41 %). Die Ausgaben für einen 2-Personen-Haushalt betrugen 3239 Euro, davon 1145 Euro (35 %) für Wohnen und Energie.

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Die Lebenshaltungskosten – insbesondere für das Wohnen – müssen dringend deutlich gesenkt werden. Allerdings ist ein wirklicher Fortschritt nicht erkennbar. Hier hilft ein innovatives Geschäftsmodell für eine neue Art des Bauens, Wohnens, Lebens oder die vermehrte Bildung von Wohngemeinschaften - insbesondere von alleinlebenden Rentnern und alleinerziehenden Eltern.

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Wohngemeinschaften in Kombination mit Mobilitätsgemeinschaften und Pflegegemeinschaften sind ein Lösungsansatz für die verstärkt aufkommenden Probleme unserer Gesellschaft wie Altersarmut, Einsamkeit und Pflegenotstand - natürlich mit allen Herausforderungen, die solch ein enges Zusammenleben mit sich bringt.

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Eine weitere Ausgabentransformation – vom Konsum zu Zukunftsinvestitionen, Infrastruktursanierungen und Landesverteidigung – ist dringend erforderlich. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob das Zuspruch in der Bevölkerung erhält. Steuererhöhungen – insbesondere für Konsum und Wohlhabende - sind unvermeidlich, wenn die staatlichen Leistungen und der soziale Frieden gewahrt werden sollen. Das ist aber nicht der Plan eines Money-First-Kanzlers.

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Mit jedem weiteren Babyboomer-Rentner erhöht sich die Arbeits-, Steuer- und Sozialabgabenlast für die Jungen. Das steht im krassen Widerspruch zu deren Work-Life-Balance Vorstellungen. Gleichzeitig müssen sie sich im Job immer mehr gegen die aufkommende ausländische Konkurrenz und die Künstliche Intelligenz (KI) behaupten.

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