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Wir Babyboomer
Unser Leben - wie es war,
wie es geworden ist,
wie es wird.



 

Earthrise William Anders - NASA.jpg

William Anders machte dieses Foto während der ersten Mondumrundungsmission der NASA. Die Mission diente zur Vorbereitung auf die Mondlandung am 20. Juli 1969.
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Die Erde umgeben von unendlich viel NICHTS.
 
Die Aufnahme erlangte Kultstatus. Sie wurde zum Symbol für die Fragilität der Erde und wird von vielen sogar als ein Auslöser für die Umweltschutzbewegung angesehen.

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Das Universum existiert seit ca. 14 Milliarden Jahren und besteht inzwischen aus 4 Milliarden Galaxien. Unsere Heimatgalaxie - die Milchstraße - beheimatet ca. 100 Millionen Planeten. Unser Heimatplanet Erde ist einer von ca. 400.000.000.000.000.000 Planeten im Universum.

 

Es hat 4 Milliarden Jahre gebraucht bis die Erde von einem lebensfeindlichen Ort zu einem -  wahrscheinlich einmaligen - Paradies des endlosen Universums wurde. Damit hier Leben möglich wurde, brauchte es ein glückliches Zusammentreffen von einigen lebenswichtigen Faktoren: Der richtige Abstand zur Sonne sorgt für eine erträgliche Temperatur. Das Wasser dient als Lebensspender. Die Atmosphäre schützt vor der tödlichen Weltraum-Strahlung. Über Millionen von Jahren wurde das Leben immer vielartiger und der Boden immer fruchtbarer.

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Die Erde hat einen Durchmesser von 12.742 Kilometer. Aber es sind nur wenige Zentimeter fruchtbarer Humusboden an der Erdoberfläche von der wir alle leben. Der voranschreitende Klimawandel mit Dürre, Wind und Überschwemmungen verursacht eine immer stärkere Bodenerosion. Damit wird uns schleichend die Lebensgrundlage entzogen. Den Neuaufbau eines Millimeter Humusbodens braucht mindestens 100 Jahre.

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Vor 300.000 Jahren entstand der moderne Mensch. Bis 1960 hat es gebraucht, daß 3 Milliarden Menschen die Erde besiedelten. Und jetzt wird es nur ein Babyboomer-Leben brauchen, bis es im Jahr 2050 9 Milliarden werden. In der gleichen Zeit explodiert ebenfalls die globale Industrialisierung - und somit der Ressourcenverbrauch, die Bodenerosion und -versiegelung, die Natur- und Artenvernichtung, die Vermüllung - insbesondere durch die neuen Kunststoffe - und die CO2-Emissionen in die Atmosphäre.

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Die globale Übervölkerung in Kombination mit der Industriealisierung ist das größte Problem des Planeten Erde. Und wir Babyboomer sind Teil des Problems.

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Treffen sich 2 Planeten. 

Sagt der Eine: Du siehst aber schlecht aus. Was hast Du?

Darauf antwortet der Andere: Menschen. 

Der Eine: Hatte ich auch. Das vergeht.

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Geschwister

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Wir Babyboomer wurden in eine sichere, heile Welt hineingeboren. Kein Krieg, kein Hunger, keine Armut. In Norddeutschland auf dem Land waren wir frei, wie man nur frei sein konnte als Kind. Bis zum 10. Lebensjahr war ich in jedem Haus meines Heimatdorfes. Und überall waren wir Kinder willkommen. Wir waren Teil einer breiten Mittelschicht mit guten Bildungs- und Aufstiegschancen.

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Als Teenager kam der Umzug nach Berlin - ins Zentrum des kalten Krieges, umgeben von Mauer, russischen Kasernen und DDR. Berlin war cool. Berlin war voll mit Spuren der jüngsten deutschen Geschichte, die uns immer wieder in ihren Bann zog. Egal ob aus Oma`s Erzählungen oder in der Schule. Berlin war SMOG - verursacht durch unendlich viele Auspuffrohre und Schornsteine. Berlin war immer ein kleinwenig Angst vor dem heißen Krieg – schwerpunktmäßig ausgetragen an der Schnittstelle zwischen Ost und West mit einem mehrfachen Overkill-Arsenal an Atomwaffen. 

 

Berlin war aber auch der 9.11.1989 – der Fall der Mauer. Aus dieser Angst und einer 40-jährigen Unterdrückung entlud sich explosionsartig eine einzigartige Freude. Das Unmögliche wurde plötzlich möglich. WEST und OST wuchsen zusammen. Friedlich.

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Wir Babyboomer waren immer viele. Viele Ausbildungs- und Studienplatzsuchende. Viele Arbeitssuchende. Und nun auch viele Rentner.

 

Wir sind aufgewachsen mit amerikanischen Filmhelden, Musiklegenden und Status definierenden Produkten.

 

Bis heute führen viele von uns ein weitestgehend sorgenfreies Leben. Das Babyboomer-Lebensgefühl wird überwiegend geprägt von Freiheit, Leichtigkeit, Konsum und gesellschaftlichen Aufstieg.

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Die Wenigsten haben sich viele Gedanken darüber gemacht, was wir dem Planeten Erde und den nachfolgenden Generationen alles antun.

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So wurde zeitgleich mit uns Babyboomern ein neues Material geboren: Plastik. Rasend schnell hat es sich in alle Lebensbereiche breit gemacht. Das gefährliche an Plastik: Ein Teil des Plastiks zerfällt in winzig kleine Partikel - und es macht sich dann unkontrolliert weiter in alle Bereiche des Lebens breit. Mikroplastik. Und noch gefährlicher - weil noch viel kleiner:  Nanoplastik.

 

Jedes Lebewesen nimmt es mit jeden Schluck Wasser, mit jeden Bissen Nahrung und mit jedem Atemzug Luft in seinen Körper auf. Über das Blut wird es in alle Organe verteilt. Wir Europäer nehmen alle 3 Monate eine Chipkarte an Mikroplastik in unserem Körper auf. Vieles wird wieder ausgeschieden. Einiges bleibt im Körper. Körpereigene Abwehrmechanismen auf Fremdkörper funktionieren bei Plastik nicht. Es reichert sich im Körper an. Und im Gehirn. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch weitestgehend unerforscht. Krebs, Demenz und andere Krankheiten werden verstärkt damit in Verbindung gebracht.

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Entdeckt wurde das alles erst 2018 als in Wien der Wissenschaftler Philipp Schwabl auf die Idee kam, mal zu prüfen, welche Auswirkungen Mikroplastik auf den Menschen hat. Staatliche Kontrollorganisationen waren daran nicht beteiligt. Die schockierenden Erkenntnisse werden in der ARTE Dokumentation HOMO PLASTICUS gezeigt. Eine weitere ARTE Dokumentation mit dem Titel "Gift in unserem Alltag - Die Plage der PFAS."  zeigt den jahrzehntelangen Kampf gegen die industrielle Umweltverschmutzung durch Ewigkeitschemikalien PFAS und PFAO. Das Besondere an dem Film: Das Aufzeigen des vielfältigen Versagens staatlicher Organisationen im Kampf gegen die Bedrohung durch  gesundheitsgefährdende Chemikalien - im Wasser, in der Luft und im Boden. Das gesellschaftliche und politische Interesse daran hält sich bis heute allerdings in Grenzen.

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Die EU-Trinkwasserrichtlinie (2020/2184) regelt auf europäischer Ebene 56 Parameter. In Deutschland sind es seit 2023 72 Parameter und es wurde eine neue Schadstoffgruppe für PFAS hinzugefügt. Der Umfang der Prüfungen steht in einem Verhältnis von ca. 70 zu 350.000 existierenden chemischen Verbindungen. Die Einordnung einer chemischen Verbindung als "gesundheitsgefährdend" dauert viel zu lang. Im Fall von PFAS waren es ca. 70 Jahre. Hier tickt eine riesige Zeitbombe, die von staatlicher Seite nicht mit dem nötigen Nachdruck entschärft wird. Dafür sind diese Substanzen, viel zu breit auf der ganzen Welt verstreut. Auch hier waren wir Babyboomer intensiv mit beteiligt.

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Die Aufbereitung von Wasser in den Kläranlagen erfolgt immer noch überwiegend über eine 3-stufige Reinigung: Mechanisch, biologisch, chemisch. Sehr viele der 350.000 chemischen Verbindungen lassen sich so nicht aus dem Wasser filtern. Das Problem würde auch durch eine 4. Reinigungsstufe nicht prinzipiell gelöst werden können.

 

Daraus folgt wieder: Hilf dir selbst - sonst hilft dir keiner. Eigene Wasserversorgung über Regenwasser mit eigener Wasseraufbereitung. Das Gleiche gilt im Prinzip auch für die Atemluft - zumindest in den eigenen 4 Wänden. Und für den Boden zum Anbau von Nahrungsmitteln. Mikroteile lassen sich noch rausfiltern. Bei deutlich kleineren Nanoteilen wird es schon deutlich schwieriger. Hier hilft nur das Entfernen von Nanoteilenquellen, wie z.B. Kunststoffteile in der Wohnung, am Auto oder am Körper

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Dringend bräuchten wir auch ein einfaches Mikroplastik-Nachweissystem für Luft, Wasser und Nahrung. Damit würde das Problem endlich sichtbar und langfristig lösbar. Außerdem benötigen wir mehr Wissen über Mikroplastik, PFAS / PFAO, Feinstaub, Asbest und den anderen 350.000 chemischen Verbindungen und dessen Auswirkungen auf unser Leben.

 

Die KI sieht einen eindeutigen Zusammenhang zu dem

exponentiellen Anstieg von Allergien und Unverträglichkeiten seit den 50er Jahren. Seitdem wurden über 350.000 !!! neue chemische Verbindungen eingeführt, die die Schutzbarriere von Haut und Schleimhäuten schwächen. Feinstaub bindet Allergene, die tiefer in die Atemwege gelangen und Asthma auslösen können. Die steigende Zahl an Allergikern weltweit (schon ein Drittel der Europäer, Prognose bis zu 50 % bis 2050) zeigt, dass Allergien eine „Zivilisationskrankheit“ geworden sind, die durch veränderte Lebens- und Umweltbedingungen ausgelöst wird, wobei auch die Anfälligkeit für Nahrungsmittelallergien zunimmt.

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Ebenfalls zeitgleich mit den Babyboomern entstanden die Atomkraftwerke. Um für eine kurze Zeit Strom zu produzieren, wurde hoch radioaktives Material produziert, daß dann eine Million Jahre gefährlich vor sich hin strahlt. Das ist 3 mal so lang, wie es den modernen Menschen auf der Erde gibt. Für ein Ende des Wahnsinns haben sich zumindest viele Menschen engagiert.

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Als der Club of Rome in den 70er Jahren die Grenzen des Wachstums aufzeigte, wurde das lange Zeit ignoriert. Auch die in den 70er Jahren aufkommende Umwelt-, Friedens-, Anti-Atom- und Frauenbewegung – aus denen später die GRÜNEN hervorgingen – blieben lange politisch machtlos.

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Erst Ende des Jahrtausends bildeten Sie mit der SPD - unter Schröders Führung - die rot-grüne Bundesregierung.

 

Die erste Energiewende wurde eingeleitet. Raus aus der Atomkraft. Rein in die Erneuerbaren. Deutschland wurde dessen Vorreiter. Die nachfolgende schwarz-gelbe Regierung stoppte diese Entwicklung schnell wieder. Seitdem haben die Chinesen die Vorreiterrolle übernommen.

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Ein Babyboomer ist im Laufe seines Lebens für die Emission von 1.000 Tonnen CO2 verantwortlich. Einmal in der Atmosphäre angelangt, trägt ein Großteil des CO2 über 1000 Jahre zu den Klimaveränderungen bei. Apokalyptische Hitzeperioden, Dürren, Brände, Überflutungen, Stürme sind die Folge.

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