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Europa

Neuer Entscheidungsprozess 

und ein Masterplan.

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Image by Antoine Schibler

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Das Ende des Westens ist ein weiterer harter Schlag gegen das Gefühl der Sicherheit, in der wir Babyboomer uns seit unserer Kindheit wähnten. Ja, es gab immer Kriege, Krisen und Katastrophen – aber nur im Fernsehen und nicht in unserem Leben. Wir waren immer, die von der Sonne geküssten. Wir waren immer bei den Gewinnern.

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2015 hat unser Leben einen Kipppunkt überschritten. Seitdem leben wir gefühlt in einer Dauerkrise mit Flüchtlingskrise, Coronaepidemie, Klimakatastrophen, Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation, Rezession, Wohnungsnot und eben Trumps Kampf Öl-Welt gegen E-Welt. Nichts erscheint mehr sicher. Epochale Veränderungen passieren – und wir Babyboomer schauen ungläubig zu.

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Europa steht vor einer grundlegenden Entscheidung. In welche Richtung geht es? Weiterhin westwärts in Richtung Öl-Welt oder biegt es ab in Richtung Osten in die E-Welt?

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Für eine technologisch führende Volkswirtschaft ohne nennenswerte Öl- und Gasvorkommen kann es nur in eine Richtung gehen. In Richtung E-Welt. Damit ist China unser natürlicher Verbündeter im Kampf Öl-Welt gegen E-Welt. Amerika treibt Europa in die Arme Chinas. Damit stehen Europa und China sowie die Technologie entwickelnden Staaten gegen USA und Russland sowie die Öl fördernden Staaten. Verrückte Welt.

 

Auf jeden Fall hat Trump Europa wach gerüttelt. Es braucht ein starkes Europa. Es braucht eine reformierte EU mit einem starken Entscheidungs- und Umsetzungsprozess. Das ist jedoch momentan nicht absehbar.

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In unserer Demokratie werden die Entscheider alle 4 – 5 Jahre neu gewählt. Das ist zu oft auch der zeitliche Horizont, in der Politiker denken. Langfristige Masterpläne für ein Land haben es sehr schwer. Gewählt wird nicht der beste Entscheider, sondern der beste Redner, der seinen Wählern das verspricht, was sie hören wollen. Das hat nur wenig mit der Realität zu tun. Oft genug wurde bereits kurz nach der Wahl das Gegenteil von dem gemacht, was vor der Wahl gesagt wurde. Die Bundestagswahl 2025 ist ein gutes Beispiel dafür.

 

Europa und Deutschland sind bzgl. der langfristigen Entscheidungskompetenz global nicht konkurrenzfähig.

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Außerdem sind Europa und Deutschland militärisch, technologisch und wirtschaftlich stark von Amerika - und bzgl. der neuen E-Welt teilweise auch von China - abhängig.

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Seit der Kolonialzeit nimmt der Einfluß der europäischen Staaten auf das Weltgeschehen kontinuierlich ab. Der Anteil an der Weltbevölkerung und der Wirtschaftsleistung sowie an der militärischen und politischen Macht verringert sich stetig. 

 

In Zeiten von dramatischen Veränderungen wird sich die Situation für das bewahrende, planlose, entscheidungsschwache Europa rasant verschlechtern. Erfolgshungrige, dynamische, ehemalige Kolonien werden die satten, trägen, ehemaligen Kolonialmächte vermehrt überholen. Die Führer Chinas, Russlands und Amerikas verändern aktiv die Welt.

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Die deutsche und europäische Führung reagiert mit Panik-Aktionen und Schulden. So sieht kein überzeugender Masterplan für die Zukunft aus. Wer kann Deutschlands und Europas Zukunft aktiv gestalten? ​

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