
Der apokalyptische Klimawandel

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich 2015 mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens verpflichtet, daß jeder Deutsche seine CO2-Emissionen von über 10 Tonnen pro Jahr auf unter 1 Tonne pro Jahr reduziert.
Es gab nur eine kurze Zeit - um das Jahr 2021 - in der die Hoffnung aufkam, daß die Menschen in Deutschland gegen den Klimawandel gemeinsam ankämpfen würden. Fridays for Future, Klimawandel-Katastrophe im Ahrtal, Nobelpreis für deutschen Klimaforscher, Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichtes, Start der Fortschrittsregierung mit den Grünen.
Auch ich habe mich von dieser Aufbruchstimmung - nach 16 Jahren Merkel - mitreißen lassen und das weltweit erste ENERGIEWENDE CENTER eröffnet.
Das ENERGIEWENDE CENTER bot Lösungen zur Erreichung der geforderten drastischen CO2-Reduzierungen an. Der Grundgedanke dahinter war: Ein E-Auto ist klimaschonender als ein Verbrenner-Auto, ein E-Roller als ein E-Auto, ein E-Scooter als ein E-Roller und ein E-Bike als ein E-Scooter.
Bereits damals war China führend in der E-Mobilität auf 2-Rädern. Diese Produkte wurden von Partnern auf den europäischen Markt angepasst und im ENERGIEWENDE CENTER zum Probieren und Kaufen angeboten. Leider waren die Menschen nicht bereit, ihr Auto aufzugeben – auch nicht bei einem Benzinpreis von € 2,50.
Darüber hinaus war das ENERGIEWENDE CENTER als regionales Zentrum für die TRANSFORMATION in die E-WELT gedacht. Hier sollten alle Beteiligten (Hersteller, Händler, Handwerker, Berater, Finanzierer, Endverbraucher) zusammenkommen, um die Transformation möglichst effizient umzusetzen. Die Beteiligten waren jedoch nicht zu Veränderungen bereit.
Allgemein galt: Als den Menschen bewusst wurde, daß der Kampf gegen den Klimawandel mit erheblichen persönlichen Veränderungen verbunden sein würde, regte sich schnell breiter Widerstand.
Betroffene der Klimawandel-Katastrophe im Ahrtal berichten, daß die Flut - ausgelöst durch sintflutartige Niederschlagsmengen von bis zu 200 mm / m2 innerhalb von 2 Tagen - von den Betroffenen gar nicht so sehr als Folge des Klimawandels angesehen wird. 135 Menschen - Verwandte, Freunde, Nachbarn, Kollegen - starben, 9000 Gebäude und 100 Brücken wurden stark beschädigt oder zerstört, der wirtschaftliche Gesamtschaden beträgt über 40 Milliarden Euro - und trotzdem hatte die Flut keine nennenswerten Verhaltensänderungen zur Folge. 4 Jahre nach der Katastrophe fahren dort nicht weniger Verbrenner-Autos, es wird nicht weniger mit Beton gebaut und es werden auch nicht weniger Flugreisen gebucht als anderswo.
Inzwischen ist Engagement in Resignation, Klimarettung in Wirtschaftsrettung, shine sun shine in drill baby drill umgeschlagen. Die Grenzen des Wachstums werden wieder weiter ignoriert. Die Bewahrer haben wieder die Macht übernommen. MONEY FIRST - IS BACK AGAIN. Zuerst in den USA – und nun auch in Deutschland.
Die einst als Fortschrittskoalition angetretene Regierung aus SPD, Grünen und FDP wurde gnadenlos von den Bürgern abgestraft. Politischen Fortschritt wird es so schnell wohl nicht wieder in Deutschland geben. Das tut sich keiner mehr an.
Der neue Kanzler ist kein Visionär, kein Stratege, kein Macher, kein Menschenfreund, kein Landesvater, kein Weltverbesserer und nicht einmal ein Sympathieträger. Er ist ein Lobbyist des Geldes. Noch vor seinem Amtsantritt sorgt er dafür, daß er über eine noch nie dagewesene Menge an Geld verfügen kann. Der Mensch hat wohl unter ihm nur noch eine stark geschwächte Lobby - der Planet Erde wahrscheinlich gar keine mehr.
2025 aktualisieren nur 10 von 195 Staaten des Pariser Klimaabkommens fristgemäß ihre Klimaschutzpläne. Deutschland ist nicht dabei. Wird damit endgültig aus dem „Kampf gegen den Klimawandel“ ein „Leben mit dem Klimawandel“? Ist das das Ende eines stabilen Klimas?
Wird das die größte Niederlage von uns Babyboomern?